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Leseprobe – Rückdelegation durch E-Mails


Auszug Seite 65

Die Entscheidung hierüber den Empfängern zu überlassen, hat im Übrigen nichts mit Delegation zu tun. Das ist schlicht und einfach nur falsches Kommunikationsverhalten. Wenn Sie nicht wissen, wer zuständig ist, müssen Sie sich kundig machen und können das Problem nicht dadurch lösen, dass Sie einfach den Verteiler aufblähen und hoffen, der Richtige werde schon dabei sein und sich der Aufgabe annehmen.

Es ist Ihre Aufgabe als Absender, präzise zu kommunizieren. Nur so ist dieses Medium ein Hilfsmittel, das einen wirklichen Beitrag zur Effizienzsteigerung leistet und nicht das Gegenteil bewirkt.

6.3.2 "CC"-Mails – eine subtile Form von Rückdelegation

Kaum jemand bekommt in der Praxis so viele "CC-" und "BCC-Mails", wie Führungskräfte. Deshalb hier eine Analyse der häufigsten Ursachen, um entsprechend gegensteuern zu können.

Rückdelegation durch Copy-Mails
Um das eigene Handeln abzusichern, werden Führungskräfte bei Mails häufig in Kopie gesetzt. Entsprechend dem ungeschriebenen Gesetz, dass Stillschweigen als Zustimmung interpretiert wird, muss die Führungskraft sich mit der E-Mail beschäftigen und wenn nötig reagieren.

Hier ist Führung gefragt – das Verhalten muss angesprochen werden. Die Maßnahmen könnten sein, die Qualifikation oder die Kompetenzen des Mitarbeiters zu verbessern. Vielleicht fehlt es auch nur am notwendigen

Rückdelegation findet oft ohne Wissen der Beteiligten statt.

Selbstvertrauen. Doch keinesfalls darf die Rückdelegation toleriert werden. Jede unreklamierte E-Mail dieser Kategorie bestärkt den Absender in seinem Verhalten. Bei zehn Mitarbeitern, die täglich fünf solcher Mails verfassen, erhält die Führungskraft bereits 50 Mails pro Tag.

Einem Vorgang Nachdruck verleihen
Einige binden gerne den Chef mit in den Kopien-Verteiler ein, um ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen. Wer das macht, demonstriert

 


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